REINIGUNG UND PFLEGE VON HEILSTEINEN

Steine stammen aus dem dunklen Bauch der Erde …
… und wurden von Menschen und Maschinen der Dunkelheit entrissen.
 
Das Stück Mineral, auf das dein Blick gefallen ist oder das du gerade in deinen Händen hältst, hat bereits einen weiten Weg hinter sich.
Es wurde aus dem Berg oder Boden geklopft, transportiert, gelagert, geschnitten, geschliffen, poliert und findet sich nun weit weg vom Entstehungsort wieder – in einem Laden zum Kauf angeboten oder zu Schmuck verarbeitet.
Jede Station auf dem langen Weg bis zu uns hinterlässt Spuren am Stein: Der Schleifer, der vielleicht grad in schlechter Stimmung war, die wechselnde Umgebungstemperatur, Hitze, Licht und nicht zuletzt die vielen Menschen, mit denen das Stück Mineral bisher in Kontakt getreten war.
 
 
So darf es nicht wundern, dass auch deinem Schmuckstück oder Stein Verunreinigungen anhaften wie Hautfett, Schweiß, Staub, Schmutz und überdies all der unsichtbare Ballast, die Fremdinformationen, die der Stein aufgenommen hat und die nicht ureigenste Mineralien-Information sind.
 
Immer wenn du einen Edelstein, ein Stück Mineral oder Steinschmuck erwirbst, wenn ein Stein stumpf und matt geworden ist, wenn du bemerkst, dass er seine Farbe verändert oder Risse bekommen hat, solltest du ihn unverzüglich einer Reinigung unterziehen.
Auch wenn du Steinschmuck von einer anderen Person trägst, du krank gewesen bist oder du das Gefühl hast, dass du den Stein aufgebraucht hast, solltest du nicht mit der Reinigung warten.

 

 

Der Pflege von Heilsteinen wird in der Steinheilkunde ein besonderes Augenmerk geschenkt.
Bei der Anwendung von Steinen zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden ist der Erfolg maßgeblich abhängig von einer sorgfältigen und regelmäßigen Vorbereitung auf die Anwendung.
In dieser Hinsicht unterscheidet sich ein Schmuckstück aus Stein ganz klar von einem “Heilstein”.

 

Reinigung und Pflege von Heilsteinen

 

 
Schritt 1
Säubern der Rohsteine

Selbst gesammelte und vor allem auf Mineralienbörsen gekaufte Rohsteine, besonders kristalline Mineralien, müssen erst gesäubert werden, um den Stein von Fremdmineralien und Einlagerungen zu befreien. Je reiner das Mineral ist, desto klarer tritt die Wirkung zu Tage.
Dazu eignet sich in erster Linie fließendes Wasser. Oft muss das Mineral aber auch erst längere Zeit in Wasser mit Reinigungsmittel eingelegt und dann gebürstet werden. Lösen sich die Fremdsubstanzen dadurch nicht vom Mineral, kann es notwendig sein, diese mit einer Säure, meist Essigsäure oder Salzsäure (zum Beispiel Calcit von Quarz) zu lösen. Eisenhaltige, oft rostfarbene Auflagen müssen unter Umständen mit Oxalsäure abgelöst werden. Am Ende des mechanischen und wenn notwendig chemischen Reinigungsprozesses wird das Mineral nochmals mit Wasser abgewaschen.

 

Schritt 2
Reinigen der Heilsteine

Bei der Anwendung von Heilsteinen fällt nach einiger Zeit auf, dass die Steine entweder wirkungslos werden, ihre Wirkung verändern oder sich sogar unangenehm anfühlen. Manchmal kommt es dabei auch vor, dass der Stein sich optisch verändert, verloren geht, fast wie von alleine hinunterfällt oder gar zerspringt. Das liegt daran, dass Steine an den Menschen nicht nur Informationen abgeben, sondern von ihm auch aufnehmen.
Weil der menschliche Körper durch seinen hohen Wasseranteil Informationen aufnehmen und speichern kann und dadurch eine hohe Anpassungsfähigkeit besitzt, kann er sich von der Ausstrahlung der Mineralien stark prägen lassen, während umgekehrt die Angleichung des Heilsteins an den Menschen relativ gering ist.
Der Körpermasse von 70 Kilogramm stehen nur 70 Gramm Stein gegenüber. Die Erwärmung und statische Aufladung durch die Reibung beim Tragen kann der kleine Heilstein schlechter ableiten. Dazu kommen geistige Belastungen, die sich beim Menschen gelöst haben, und nun am Stein haften. Durch ihre feste und hoch geometrische Substanz fehlt ihrem Kristallgitter die Möglichkeit, anders als durch Farbveränderungen und Spannungsrisse auf die aufgenommene Energie zu reagieren.

Belastungen und Störungen des Steins können sich auf 2 Ebenen zeigen:

  • auf der Energieebene
  • und der Informationsebene

Auf der Energieebene findet eine Aufladung durch elektrostatische Energie statt, insbesondere bei Hautkontakt und vermehrter Reibung. Weiter verliert der Stein an Frische und Spannkraft. Es ist, als wäre er erschöpft.

Auf der Informationsebene werden Erfahrungen und Eindrücke abgespeichert. So kommt es, dass bei intensiven Heilungsprozessen oder zu lange andauernder Nutzung die Heilinformation des Steines durch die aufgenommene Krankheitsinformation überlagert werden kann und ein für gewöhnlich entspannender, Toleranz fördernder Stein wie Aventurin schließlich seinen Träger aggressiv und reizbar macht.
Sehr sorgfältig ist daher auch mit den besten Speichern, den Bergkristallen, umzugehen, welche einerseits durch ihre Lernfähigkeit, ähnlich dem spezifischen Immunsystem, ihre Wirksamkeit steigern können, andererseits aber auch von störenden Bildinhalten befreit werden müssen.

 

Reinigung der Energieebene

Heilsteine, die therapeutisch eingesetzt wurden, sollten nach jeder Anwendung zunächst von aufgenommener elektrischer Ladung befreit werden. Die Aufladung mit frischer Energie erfolgt jedoch erst nach der Reinigung auf der Informationsebene, damit nicht die falschen Informationen zur Wirkung kommen.

Variante 1

Ableiten mit fließendem Wasser und Reinigen mit Seife

Der erste Schritt der Regeneration eines Steins ist das Ableiten oberflächlicher Ladungen, analog der elektrostatischen Aufladung, durch eine kühle Dusche unter dem Wasserhahn für etwa eine halbe Minute. Dabei wird der Stein eingeseift und dann mit einem Küchenbürstchen geschrubbt und  mit den Fingern abgerubbelt.
Dabei zieht die basische Seife die vom Charakter her sauren emotionalen Ladungen an, die über die feinen Ablagerungen von Schweiß und fettigen Fingerabdrücken an dem Stein anhaften. Die innere Haltung bei dieser meditativen und achtsamen Handlung ist die es Ausatmens.
Diese Behandlung ist nicht anwendbar bei Mineralien mit poröser und empfindlicher Oberfläche sowie auf Seidenfäden aufgezogenen Ketten. Diese können im Eisfach erfrischt werden.

Variante 2

Entladung im Eisfach

Eine wenig gebräuchliche und etwas umstrittene Methode ist die Entladung im Eisfach. Hier wird der Stein oder die Kette, eventuell auf einer Unterlage oder in einer geschlossenen Tüte, für zwei Stunden ins Gefrierfach gelegt. Durch das Zusammenziehen des Kristallgitters wird sozusagen die Ladung herausgedrängt, der Stein fühlt sich anschließend sehr erfrischt an. Er muss jedoch noch auf der Informationsebene gereinigt und aufgeladen werden.

 

Reinigung der Informationsebene

Die aufgenommenen Informationen bleiben jedoch auch nach dem statischen Entladen im Stein gespeichert. Sie würden ohne weitere Reinigung bei der nächsten Behandlung wieder aktiv werden. Außerdem ist zu beachten, dass der Stein durch Abbau, Transport und Verarbeitung belastende Erfahrungen gesammelt haben kann und dass viele Menschen ihn schon mit unterschiedlichsten Bewertungen in der Hand hielten. Um diese Information zu löschen, muss der Stein einer energetischen Reinigung unterzogen werden.

Variante 1

Reinigen mit Amethyst

Um eine Krankheitsinformation zu löschen, kann der verwendete Stein in eine Amethystdruse oder auf ein Amethystdrusenstück gelegt werden. Amethyst steht für Verarbeitung und Wahrhaftigkeit. Je dunkler der Amethyst, um so tiefer greift seine reinigende Wirkung, am stärksten wirken die seltenen schwarzen Amethyste aus Indien. Durch das fein verteilte Eisen und die Energiekonzentration an den vielen Kristallspitzen besitzt Amethyst eine intensive Ausstrahlung, die auf andere Steine den Effekt einer feinen Massage mit Tiefenwirkung hat. Die aufgenommenen Informationen werden verarbeitet und aus dem Stein befreit.
Als Faustregel gilt: Die energetische Reinigung in einer Druse dauert etwa viermal länger als die Anwendung, jedoch maximal acht Stunden. Der Heilstein kann natürlich länger darin liegen bleiben, wird aber nicht mehr weiter energetisch gereinigt. Die Reinigung auf einem Drusenstück ist jedoch nicht so intensiv wie in einer Druse, da die Strahlung nur aus einer Richtung einwirkt.
Drusen und Drusenstücke sollten gelegentlich abgestaubt und wenn möglich, mit Wasser und Seifenschaum gereinigt werden. Sie sollten auch nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da ihre Farbe verblassen kann.

Variante 2

Entladen mit Hämatit-Ministeinchen

Der Entladungsprozess mit Amethyst beruht vor allem auf dem in Amethyst vorhandenen Eisen. Oft ist es sinnvoller, Heilsteine mit einem Eisenerz zu entladen. Eisen stärkt das Konfrontationsvermögen und entzieht negativen Bildern die Kraft, sie werden neutralisiert. Beispiel: Hämatit, Goethit, Limonit, Pyrit, Siderit und insbesondere Magnetit, der durch seine kubische Kristallstruktur noch besser in der Lage ist, anhaftende geistige Strukturen zu entladen und nicht zuletzt durch seinen Magnetismus eine neue Ordnung im Energiefeld des Steins zu etablieren.
Dabei wird der Stein oder die Kette direkt auf einen Hämatit-Rohstein oder auf Hämatit-Ministeinchen gelegt. Nach etwa zwanzig Minuten ist der Stein energetisch entladen.
Konsequenterweise bedeutet dies aber auch, dass Hämatit nicht mit anderen Steinen zusammengebracht werden darf, da er diese Steine ebenfalls entlädt. Dies trifft auch auf Tikras oder Ketten zu.
Die Hämatite können zu ihrer Entladung durchgeschüttelt und der UV-reichen Mittagssonne ausgesetzt werden.

Variante 3

Blitzreinigung mit einer Flamme

Für Notfälle, wenn der Stein sofort wieder zur Verfügung stehen muss (und nur dann), eignet sich die Flammenreinigung, die sowohl auf der Energie- als auch auf der Informationsebene stattfindet.
Hierbei wird der Stein mehrmals zügig durch die Flamme, zum Beispiel eines Feuerzeugs, gezogen, wodurch das Mineral die aufgenommenen Ladungen und Bilder freigibt. Wenn vorhanden, kann der Stein nach jedem Durchziehen in Wasser getaucht werden, welches dann nicht mehr getrunken werden sollte. Die Kombination mit einer imaginativen Technik ist sinnvoll. Der Stein sollte sich baldmöglichst regenerieren dürfen.

 

Schritt 3
Aufladen der Steine

Da die Wirkungsintensität der Heilsteine in Zusammenhang mit der aufgenommenen Energie steht, sollten gereinigte und entladene Steine vor einer Steinbehandlung durch Energie (auf Energieebene) wieder aufgeladen werden.

Variante 1

Aufladen mit Sonnen- oder Mondlicht

Die klassische Form der Aufladung der Steine erfolgt mit Lichtenergie, vor allem dem Sonnenlicht oder, wenn notwendig und sinnvoll, dem Mondlicht. Die aufgenommene Lichtenergie intensiviert die Wirkung der Steine. Dabei hat die Sonne am Vormittag die aufbauendste Wirkung. Die durch ihren hohen UV-Anteil auslaugende Mittagssonne sollte jedenfalls vermieden werden. Die aufladende Wirkung kann verstärkt werden, indem der Stein, in eine Bergkristallgruppe gelegt, dem Sonnenlicht ausgesetzt wird.

Zuordnung der jeweiligen Steine zu Sonne oder Mond

Sonne:
Amazonit, Ametrin, Analcim, Apatit, Apophyllit, Aquamarin, Aventurin, Azurit, Bergkristall, Bernstein, Beryll, Calcit, Chalkopyrit, Chiastolith, Chrysoberyll, Citrin, Coelestin, Diamant, Disthen, Dioptas, Dolomit, Dumortierit, Eisenkiesel, Falkenauge, Flint, Fluorit, Granat, Hämatit, Howlith, Jaspis, Krokoit, Kupfer, Magnesit, Magnetit, Milchquarz, Morganit, Obsidian, Porphyrit, Prasem, Pyrit, Rauchquarz, Rhodonit, Rubin, Rutilquarz, Saphir, Sarder, Sardonyx, Schörl, Schwefel, Serpentin, Sonnenstein, Sphalerit, Spinell, Staurolith, Tigerauge, Tigereisen, Topas, Türkis, Turmalin, Ulexit, Variscit, Verkieseltes Holz, Zoisit

Mond:
Achat, Amethyst, Azurit-Malachit, Blauquarz, Bornit, Brasilianit, Chalcedon, Charoit, Chrysopras, Cinnabarit, Cordierit, Feuerachat, Feueropal, Gips, Hiddenit, Jadeit, Karneol, Kunzit, Labradorit, Lapislazuli, Lepidolith, Malachit, Mondstein, Nephrit, Onyx, Opal, Perle, Petalit, Prasem, Realgar, Rhodochrosit, Rosenquarz, Schalenblende, Sugilith

Variante 2

Aufladen mit Bergkristall oder Achat

Steine können entweder mit Bergkristall (anstelle von Sonnenenergie) oder mit Achat (anstelle von Mondenergie) aufgeladen werden.

Sonnenlichtverträgliche Steine werden am besten auf eine Bergkristall-Gruppe mit vielen Spitzen oder als kostengünstigere Alternative auf Bergkristall-Mini-Trommelsteinchen gelegt. Es genügt, wenn die entladenen Heilsteine mehrere Stunden darauf ruhen.
Steine mit einer Härte über 7 können erfahrungsgemäß nicht mehr mit Bergkristall, sondern nur mehr mit direkten Sonnenstrahlen aufgeladen werden. Dies sind: Beryll, Beryllonit, Smaragd, Topas, Rubin, Saphir, Diamant

Zum Aufladen eines Mondlicht liebenden Steins wird am besten eine Achatdruse verwendet, welche die von ihm aufgenommene Energie an andere Steine abgibt. Für eine sehr sanfte Aufladung legt man den zuvor gereinigten Heilstein für mehrere Stunden in die Achatdruse.

Steine, die keine direkte Sonneneinstrahlung vertragen, aber aus bestimmten Gründen eine intensivere Aufladung benötigen, als dies durch Mondlicht möglich ist, können mit Hilfe einer gereinigten und durch Sonneneinstrahlung aufgeladenen Bergkristallgruppe aufgeladen werden. Diese gibt auch im Schatten stehend ihre Energie an die Steine ab.

Weitere Reinigungsmethoden:

Reinigung mit Salz

Die Krankheitsinformation (auf Informationsebene) kann auch durch Meer- oder Steinsalz gelöscht werden. Dazu wird der Heilstein auf eine Glasunterlage und diese wiederum in eine mit Meer- oder Steinsalz gefüllte Glasschale gelegt. Der Heilstein sollte dabei nicht mit dem Salz in Kontakt kommen. Salz kann die energetische Reinigung jedoch nicht so intensiv und schnell durchführen wie eisenhaltiges Material, etwa Hämatit, Limonit oder eine Amethystdruse. Eine gewisse Alternative stellt noch das Auflegen auf eine Salzlampe oder einen entsprechend großen Halit-Kristall dar, weil hier der direkte Kontakt nicht so groß ist und durch die Naturbelassenheit die auflösenden Kräfte des Salzes, also der Chloridanteil, bei weitem nicht so aggressiv zur Wirkung kommen.
Das in manchen Büchern empfohlene Einlegen von Mineralien in grobes Salz ist erfahrungsgemäß die schlechteste Methode überhaupt, Steine zu reinigen. Nicht nur, dass viele Steine chemisch und damit auch optisch geschädigt werden, der direkte Kontakt mit grobem Salz zerstört zudem nach kurzer Zeit das elektromagnetische Feld der Mineralien. Die beim letzten Trommel- und Schleifvorgang benutzte Politur kann zerstört werden und der Stein damit seinen Glanz und seine Farbe verlieren. Schlimmer jedoch noch ist die chemische Zerstörung von Opal, der durch Wasserentzug sich in eine Silikatmasse verwandelt, nicht jedoch in einen Chalcedon. Die amorphe Struktur des Opals würde in dieser Silikatmasse ebenfalls amorph bleiben.
In den USA ist dazu eine andere Methode der Salzreinigung verbreitet, die von der Heilerin Oh Shinnah eingeführt wurde. Dazu werden jede Nacht die Heilsteine in ein Gefäß mit Wasser und einer Prise Meersalz gelegt.
Bei neu angekauften Heilsteinen wird häufig das Einlegen in Salzwasser empfohlen, um die gesamte Programmierung des Steines aufzuheben. Diese Methode der Salzreinigung ist nur bei Quarzen und härteren Mineralien sinnvoll, wenn auch nicht notwendig. Viele Mineralien, wie etwa Eisenmineralien (Limonit, Buntmetallkarbonate (Malachit), Sulfide (Pyrit) oder wasserhaltige Mineralien (Opal) vertragen diese Behandlung nicht und können dabei zerstört werden.
Auch verträgt bei Ketten der Faden kein Wasser.
Bei großen Kristallquarzen hingegen ist das meditative Abwaschen mit Salzwasser ein mächtiges Mittel zur Klärung des Steines und sehr empfehlenswert.

Reinigung mit Weihrauch

Reinigen der Mineralien oder Heilsteine durch eine Räucherung mit Weihrauch oder Kräutern (Energie- und Informatiosebene) erweist sich als nicht sonderlich sinnvoll. Für bestimmte esoterische oder magische Anwendungen der Steine im feinstofflichen Bereich kann diese Räucherung sinnvoll sein, in der “Analytischen Steinheilkunde” jedoch ist sie nicht relevant.

Entladen und Regenerieren in der Erde

Vom Eingraben eines Steines in die Gartenerde oder in den Blumentopf ist man heute vollständig abgekommen. Es gibt keinen sinnvollen Grund, diese Erdung zur Entladung oder Energetisierung (auf Energieebene) durchzuführen, außer der Stein hat ausgedient und man verspürt den Impuls, ihn der Natur zurückzugeben.
Einige Steine vertragen diese Entladungsmethode nicht, da sie von der in der Kulturerde vorhandenen Humussäure angegriffen werden, zum Beispiel Malachit. Ihre Oberfläche wird chemisch zerstört und der Stein wird matt und grau. Durch Eingraben in feuchten oder nassen, reinen Quarzsand jedoch ist diese Erdung möglich.

Regenerieren am Baum

Ein subtiler Reinigungs- und starker Regenerations- und Aufladungseffekt (auf Energieebene) ist durch Bäume zu erzielen. Hierzu wird der Stein für einige Tage so dicht als möglich an dem Stamm befestigt. Die aufsteigende Energie durchstreicht den Stein, der Tau nimmt verbrauchte Energie auf und erfrischt den Stein.

Entladen durch Aufklopfen

Leichtes Aufklopfen löst oberflächliche Energieanhaftungen ab und entlädt statische Aufladungen (auf Energieebene). Es hat allerdings keinen regenerierenden Effekt, bewirkt jedoch eine gewisse Öffnung für die Aufnahme neuer Energien oder Informationen.

Mentale Reinigung durch das Bild der violetten Flamme

Die Anwendungen lassen sich durch die konzentrierte Vorstellung einer gleißend violetten Flamme, welche die vom Heilstein aufgenommenen bildhaften Inhalte reinigt und läutert, noch erheblich verstärken. Die violette Flamme kann jede andere Methode darin unterstützen, negative und verbrauchte Energien aufzulösen und die aufgenommenen Bildinformationen (auf Informationsebene) zu transformieren. Die Imagination der reinigenden Wirkung kann durch Anblasen des Steins verstärkt werden. Die heilende Qualität der violetten Flamme ist eng mit Amethyst verwandt. Die mentale Befreiung greift umso tiefer, je stärker die Absicht und Konzentration ist.

Direkte Befreiung der Anhaftungen

Ein weiterer Aspekt ist die Wahrnehmung der geistigen Ladung. In dem Maß, wie diese erkannt wird, kann sie sich auflösen. Die für diese innovative Methode grundlegende Betrachtungsweise ist, dass Ideen, Gedanken, Emotionen und bildhafte Eindrücke beseelt sind und meist unbeabsichtigt durch ein Postulat von einem selbst oder jemand anderem geschaffen werden. Sie bilden so etwas wie eine geistige Masse und trüben die Ausstrahlung des Steins oder anderer Gegenstände (auf Informationsebene). Mit Entschiedenheit können sie als geschaffene Gedankenformen mit auf sie gerichteter Absicht angesprochen werden: “Kehre zurück zum Moment deiner Erschaffung!” oder “Sei frei!”. Dies wird wiederholt, bis vor dem inneren Auge der Eindruck entsteht, dass sie in winzigsten Lichtblitzen verschwinden und restlos befreit sind.

Imagination

Zur Unterstützung der Aufladung nach der Reinigung kann der Stein mittels Vorstellungskraft mit einer sanften, erfrischenden Energiedusche aus kristallklarem, in allen Farben opalisierendem Licht vitalisiert werden. Die Aufladung ist abgeschlossen, wenn man das Gefühl hat, der Stein sei leichter und lichter als zuvor und quelle über vor vitaler Energie. Diese Imagination (auf Energie- und Informationsebene) lässt sich in vielen Varianten auch auf sich selbst anwenden.
Ein weiteres Element ist die innere Haltung zu den Steinen und zur Arbeit mit ihnen. Es ist nicht selten, dass ein Stein, besonders solche unterhalb der Härte 6 und vor allem Steine mit den offeneren Kristallsystemen rhombisch, monoklin, triklin und amorph, sich für eine Heilung hingibt und aufopfert.

 

Dem Anwender steht es frei, während der Reinigung eines Steines sich im Stillen auch beim Mineralienreich zu bedanken.

 

An dieser Stelle herzlichen Dank an Herrn Werner Kühni,
Experte auf dem Gebiet der Steinheilkunde, Autor zahlreicher Steinheilkunde-Bücher und “Vater” des Heilsteinmuseums in Stockheim an der Rhön (D),
der uns sein Wissen, seine praktischen Erfahrungen und Texte zur Verfügung gestellt hat.